Buchtipp – Jüdisches Paris – von Alexander Kluy
“Ein aufgeschlagenes Buch ist Paris zu nennen, durch seine Straßen wandern, heißt lesen. So schwärmte Ludwig Börne, der Frankfurter Jude und kritische Publizist, von der Stadt, in die er geflohen war und wo er 1837 starb. Auch sein ihm verhasster Kontrahent, der Dichter Heinrich Heine, ebenso ein glühender Verehrer dieser Stadt, lebte und starb in Paris. Die wechselhafte Geschichte der Juden in Paris reicht zurück bis ins 6. Jahrhundert, ihr Schicksal war stets abhängig vom Wohlwollen der Herrschenden. Heute hat Paris die größte jüdische Gemeinde Europas. Sie ist vielfältig wie das europäische Judentum an sich: aschkenasische, sephardische, tunesische, algerische und osteuropäische Mitglieder gehören zur lebendigen Pariser Gemeinde, in der es angeblich mehr koschere Restaurants gibt als in New York. Das Herz des jüdischen Paris schlägt im Marais…………………
…………… in der Gegend rings um das Pletzl und die rue des Rosiers, wo Juden seit dem 12. Jahrhundert angesiedelt sind. Der City Guide erzählt die Geschichten zahlreicher jüdischer Emigranten, die Paris zum Zielort erwählten, und lädt zu Stadtspaziergängen durch die Arrondissements. In Ateliers, Wohnungen, Bibliotheken, Hotels oder Theatern begegnen Ihnen Amedeo Modigliani, Joseph Roth, Siegfried Kracauer, Walter Benjamin, Billy Wilder, Peter Lorre, Man Ray, Camille Pissaro, Susan Sontag, Jacques Derrida, Gisèle Freund, Paul Celan und viele andere.
Der Autor Alexander Kluy, geb. 1966 studierte Literaturwissenschaften, arbeitete im Verlagswesen und lebt heute als Journalist und Autor inMünchen. Er ist regelmäßiger Mitarbeiter zahlreicher deutscher, österreichischer und Schweizer Zeitungen und Zeitschriften und schrieb Bücher über Wien, den Bodensee und das jüdische München. Das Buch ist erschienen im Mandelbaum Verlag 22,90 Euro – auch bei Amazon zu bestellen.



