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Der Reisetipp – “Gozo”, die kleine Schwester von Malta….

Gozo gehört zu dem Inselarchipel von Malta, eine Urlaubsinsel für Individualisten, voller Naturschönheiten und historischem Charme, hier verspürt man den Nachklang alter Kulturen. Wo Odysseus und Calypso sich eins küssten, dort möchten wir Sonne auftanken, denn der Sommer lässt auf sich warten. Und so sitzen wir, kurz entschlossen, im Flieger, 3 1/2 Stunden von Hamburg nach Malta. Der Leihwagen wartet am Flughafen, es geht in Richtung Norden zur Fähre.


Fotos + Text: Gudrun Steinmill-Hommel

Die Überfahrt dauert ca. eine 1/2 Stunde nach Magarr, der Hafen von Gozo, der die Inseln verbindet. Ein kleiner Ort, mit einem riesigen Parkplatz und einer großen neugotischen Kirche, die hoch über dem Hafen thront. Bevor wir es mitbekommen, sind wir aus dem kleinen Ort schon wieder heraus. Fast hat man das Gefühl einen Zeitsprung gemacht zu haben. Von der Hektik der Nachbarinsel Malta ist nichts mehr zu spüren. An saftigen, grünen Feldern, Wiesen und großen Kirchen vorbei, bis wir das Hotel Tac Cen, endlich gefunden haben….

Von Außen sehr unscheinbar. Unauffälliger gelber Naturstein. Doch schon beim Durchgang zur Hotelhalle verschlägt es mir den Atem. Was für ein Panorama, ich bin entzückt, ein Panoramblick weit übers Mittelmeer mit den Schwesterinseln Comino und Malta als Hintergrundkulisse. Schöner geht´s kaum.

Das Klima ist das ganze Jahr über mild. Ab und zu ein paar Wolken, selten Regen. Im Hochsommer zwischendurch kleinere Hitzewellen aus Afrika. Bei Temperaturen von ca. 45 Grad, halten es in der Ferienzeit nur die hitzetrainierten Italiener aus. Für Sporttaucher ist Gozo ein bekanntes Paradies. Marsalsform, der meistbesuchte Badeort der Insel ist auch für die Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel. Rote Sandstrände laden bei einer Wassertemperatur von 20 Grad zum Baden ein. Die zahlreichen kleinen Restaurants, direkt am Meer, verführen zum Schlemmen. Doch bevor man sich hier niederlässt, schlendert man auf der Palmen umsäumten Uferpromenade.

Gozos Küsten sind durch mehrere kleine Fjorde gekennzeichnet. Am Ende der Xlendi Bay liegt der Badeort, Xlendi. Der Strand ist nicht breiter als eine Hauptstraße. Das Sonnenbad genießen die Sonnenanbeter auf den vorgeformten Uferfelsen, wo die Erfrischung des Meeres sicher ist. Fast im Zentrum der Insel liegt die Hauptstadt Viktoria. Gebaut auf dem alten Burgberg, der immer noch die Zitadelle trägt, bietet sie die meisten Sehenswürdigkeiten. Gemütliche kleine Plätze, enge ursprüngliche Gassen, große Klöster, Kirchen und Kapellen. Sowie einen morgentlichen Markt, auf dem Marktplatz, It-Tokk. Als Reiseandenken sind Souvenirs, Gebrauchsgegenstände und von Einheimischen selbst angefertigte Strickwaren, sehr beliebt. Gozitaner freuen sich über die kauffreudigen Fremden und lassen es sie spüren.

Gozo ist weit südländischer, grüner und fruchtbarer, als Malta. Alles was landwirtschaftlich auf den Nachbarinseln benötigt wird, Milch, Obst und Gemüse, kommt aus der Speisekammer Gozos. Die wenigen kleinen und mittleren Hotels, oft versteckt und individuell angelegt, haben guten Komfort. Das Frühstück ist überwiegend englisch. Lunch und Dinner italienisch. Egal welches Hotel oder Appartement man bucht, zum entferntesten Ort dauert es maximal eine halbe Stunde. Ein aufregendes Nachtleben gibt es nicht. Und darüber waren wir ganz froh. Die Orte sind klein und beschaulich. Öfter als Autos, begegnen uns Traber mit ihren Sulkies, der Lieblingssport der Einheimischen.

Die Gozitaner sind gläubige Menschen, sie glauben noch an wirkliche Wunder. Dass sie von der Pest und dem 2. Weltkrieg verschont blieben, schreiben sie der Heiligen „Ta Pinu“ zu, ihrer Schutzpatronin. Auf dieser Insel ist Geduld und Langsamkeit an gesagt. Und damit ist die Einfuhr der Schnelligkeit, durch den Urlauber, zum Scheitern verurteilt. Nachdem der junge Gärtner, aus unserem Hotel, uns erzählt, dass er nur ein einziges Mal in seinem Leben nach Malta gereist ist, um Weihnachtsgeschenke für die Familie einzukaufen, würde er nie mehr diese hektische Nachbarinsel besuchen. Er bekam solche Kopfschmerzen und war hinterher tagelang nervös. Wir empfahlen dem Gärtner, nie eine europäische Großstadt zu besuchen, denn das wäre der Schock seines Lebens.

Ein Kommentar

  1. Horst Fischer




    Traumhaftes Hotel, der Natur angepasst, ich kann es nur weiter empfehlen.

    Horst

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